Vom Fehlstart zum Sieg

Cubilla Pires absolvierte seine Ausbildung zum Metallbauer bei der Handwerkskammer.
Der Anfang war schwierig. Dann startete er durch zum Prüfungsbesten. Mit Hilfe der Lehrwerkmeister und Sozialpädagogen.

Der 21 jährige hat es nicht nur geschafft. Der in Deutschland geborene junge Mann mit spanisch-portugiesischen Wurzeln ist Prüfungsbester seines Jahrgangs geworden. Ausgebildet zum Metallbauer wurde er von seinen Lehrwerkmeistern Thorsten Wiedner und Klaus-Dieter Niepel im Rahmen einer Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE), einer Maßnahme der Agentur für Arbeit. Während seiner Ausbildung wurde er zudem begleitet von Sozialarbeiter Jürgen Becker, der insbesondere die jungen Auszubildenden unterstützt. Das war bei Cubillas Pires auch nötig, aber letztlich auch von großem Erfolg gekrönt.

 

„Wir hatten es anfangs nicht leicht mit ihm“, gibt der erfahrene Sozialpädagoge der Handwerkskammer offenkundig zu. Eine leichte Untertreibung. Aufgrund schwieriger privater Umstände hatte das Ausbilderteam eine Menge Arbeit mit einem jungen Mann, für den Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Lernwille oder Durchsetzungsvermögen nicht unbedingt zu seinen Tugenden gehörten. „Wir haben alle zusammen hart gerungen, wobei auch die Kollegen der Berufsschule an der Brinkstraße eine wichtige Rolle gespielt haben, insbesondere sein Lehrer Theo Vaske“, erklärt Becker. Die Ausbilder Thorsten Wiedner und Klaus-Dieter Niepel nahmen den orientierungslosen Lehrling unter ihre fachliche „Fittiche“, Jürgen Becker kümmerte sich um den Menschen. „Wir mussten Cubillas fordern, um ihn zu fördern, damit Cubillas sich mit Fehlzeiten und Disziplinlosigkeiten nicht seine Zukunft verbaut, andererseits wollten wir auch seinen Ehrgeiz erneut wecken“, so Lehrwerkmeister Niepel. Dass das klappen könnte, haben zuerst die Lehrwerkmeister erkannt. Gemeinsam schafften aber alle im Team, was zunächst niemand vorhersehen konnte: Vom Problemfall zum Vorbild – der Anfangs unmotivierte und undisziplinierte junge Mann wurde Prüfungsbester seines Jahrgangs!

 

„Ich bin schon ein wenig stolz auf das Erreichte“, sagt Pires, schiebt aber gleich hinterher: „Das habe ich nur dem Team des Berufsbildungs- und Technologiezentrums zu verdanken.“ Direkt im Anschluss an seinen hervorragenden Abschluss wurde er vom Belmer Betrieb Metallbau C. Meyer mit einem unbefristeten Vertrag übernommen. Sein Chef ist sehr zufrieden und auch Cubillas, der mittlerweile mit seiner Freundin zusammenwohnt, gefällt die Arbeit sehr. „Er ist in unserer Gesellschaft angekommen und hat sich eine Perspektive sprichwörtlich erarbeitet“, zieht Jürgen Becker Bilanz. Aber am Ende seines Weges sieht sich der junge Metallbauergeselle noch nicht. „Ich möchte mich weiterbilden und meinen Meister machen“, so seine weitere Karriereplanung. „Das schafft Cubillas“, erklärt überzeugt Ausbilder Niepel. Und dann? Der junge Mann hat eine sehr konkrete Vorstellung: „Ich möchte in der Ausbildung von jungen Menschen arbeiten und dadurch auch etwas zurückgeben, was meine Ausbilder in mich investiert haben, am liebsten sogar als Lehrwerkmeister der Handwerkskammer.


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