Millionenförderung für BTZ

Osnabrücker BTZ investiert in die Forschung und Entwicklung der Land- und Baumaschinentechnik

Das Osnabrücker Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) profitiert hierbei von der neuen Digitalisierungsförderung der überbetrieblichen Ausbildungsstätten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Für eine moderne und hochwertige Ausbildung von Fachkräften fördert das Ministerium seit 2016 digitale Ausstattung und moderne Ausbildungskonzepte in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten wie dem BTZ Osnabrück mit dem Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung.

 

Seit Anfang September starten deutschlandweit nach und nach 15 neue Entwicklungs- und Erprobungsprojekte mit 25 Akteuren aus Handwerk, Bauwirtschaft, Landwirtschaft, Industrie und Handel. Weitere Projekte werden in 2021 folgen. Am BTZ Osnabrück fließen allein rund 900.000 Euro in Forschungsanalysen zur Digitalisierung in der Land- und Baumaschinentechnik. Gemeinsam mit drei Verbundpartnern stehen fast drei Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung. „Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Ermittlung zukünftig relevanter Technologien in der Land- und Baumaschinenmechatronik. Hierzu zählen beispielsweise auch autonom fahrende Feldroboter, die in naher Zukunft eigenständig landwirtschaftliche Flächen bewirtschaften.“ erklärt Geschäftsführer Reinhard Diestelkämper vom BTZ der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Die gesammelten Forschungsergebnisse werden in konkrete Themen für die überbetriebliche Ausbildung übersetzt und anschließend als neuer Bestandteil in einzelne ÜBA-Lehrgänge einfließen. Die parallel zum Osnabrücker Vorhaben anlaufenden 14 Projekte reichen thematisch vom Einsatz virtueller Gebäudemodelle in den Bau-Ausbildungen, über Sensoren und digitale Steuerungstechnik in der Milchtechnologie bis zur Entwicklung völlig neuer Lernkonzepte und -materialien für die überbetrieblichen Ausbildungskurse des zukünftigen Ausbildungsberufs „Elektroniker* in für Gebäudesystemintegration“.

 

Die Ergebnisse der geförderten Projekte sollen anderen Berufsbildungsstätten zur Verfügung stehen, in die Berufsbildungslandschaft verbreitet werden und damit zu einer modernen Ausbildung beitragen. Auch die Kooperationen zwischen Berufsbildungsstätten, Betrieben und Berufsschulen sollen weiter vorangetrieben werden. „Das Sonderprogramm ermöglicht uns die Modernisierung der beruflichen Erstausbildung aus der Praxis für die Praxis“, erläutert Projektleiter Markus Kybart. Mit diesem Sonderprogramm will das BMBF in den überbetrieblichen Berufsbildungsstätten für einen Digitalisierungsschub sorgen.

 

Der Bund investiert bis Ende 2023 insgesamt 224 Mio. Euro in die Modernisierung der Ausbildung. Bundesbildungsministerin Karliczek betont: „Wir unterstützen Handwerksbetriebe, denn diese sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und ein verlässlicher Arbeitgeber für viele Menschen in Deutschland. Zudem bieten sie als Ausbildungsbetriebe zahlreichen jungen Menschen einen sicheren Einstieg in ein erfolgreiches Berufsleben.“ BTZ Geschäftsführer Reinhard Diestelkämper ergänzt: „Wo Betriebe das breite Spektrum der Ausbildung nicht in allen Bereichen alleine stemmen können, hilft das BTZ Osnabrück mit dem Angebot an praxisnahen Lehrgängen neben dem Betrieb und der Berufsschule als dritter Lernort in der dualen Ausbildung.“ 

 

Das Sonderprogramm

Mit dem Sonderprogramm hat das BMBF bereits einen Modernisierungsschub in den Berufsbildungsstätten bewirkt. Von 2016 bis Mitte 2020 wurden an über 200 Standorten fast 40.000 digitale Ausstattungen angeschafft – von Outdoor-Tablets über Assistenzrobotik zum Schweißen und Bohren bis zu Bau- und Landmaschinensimulatoren. Von dieser Förderung profitierte auch das BTZ Osnabrück. Acht Beispielprojekte guter Ausbildungspraxis sind bereits abgeschlossen und stellen ihre Erkenntnisse anderen ÜBS und Ausbilderinnen und Ausbildern über Fachveranstaltungen und online zur Verfügung. So wurden z. B. eine virtuelle Werkstatt zum Thema Gebäudeleit-, Schließ- und Sicherheitstechnik oder Online-Kurse für angehende Elektronikerinnen und Elektroniker entwickelt. Mit digitalen Lernformaten beschäftigen sich auch die neuen Projekte. Die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie haben gezeigt, wie wichtig moderne und digital gestützte Lernangebote im Bildungsbereich sind. Das Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung steht weiter offen für neue Projektideen der ÜBS. Projektskizzen können jeweils bis Ende 2020 oder Mitte 2021 eingereicht werden. Auch die digitale Ausstattung von ÜBS wird weiterhin gefördert.

 


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