Held:innen der Energiewende:

Ein zukunftsweisendes Projekt für die Fachkräftesicherung in der Region Osnabrück

Die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim wurde mit ihrem innovativen Projekt „Held:innen der Energiewende“ (HeldinEn) erfolgreich aus fast 130 bundesweiten Projektideen zur Förderung ausgewählt.

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und einer Förderung von rund drei Millionen Euro bis 2027 verfolgt das Projekt ein ambitioniertes Ziel: die nachhaltige Gewinnung, Qualifizierung und Bindung von Fachkräften für klimarelevante Berufe in der Region Osnabrück.



Fachkräfte für die Klimawende: Ein dringendes Anliegen

Die Energiewende stellt das Handwerk vor enorme Herausforderungen, zumal die Relevanz klimafreundlicher Lösungen stetig zunimmt. Gleichzeitig besteht in vielen Bereichen des Handwerks ein erheblicher Fachkräftemangel. Genau hier setzt Held:innen der Energiewende an. Das Projekt bietet Berufsorientierungsangebote von der Grundschule bis zu allen Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I und II, um die Schüler:innen für das Handwerk zu begeistern und über mögliche Karrierewege aufzuklären. Auch für Quereinsteiger:innen, Arbeitssuchende und Geringqualifizierte sollen entsprechende fachpraktische Qualifizierungen und Prüfungen entwickelt werden, damit diese Zielgruppen zu Fachkräften in Berufen werden können, die aktiv zum Klimaschutz beitragen.



Maßgeschneiderte Lösungen für die Region Osnabrück

Ein besonders bemerkenswerter Aspekt des Projektes ist die enge Orientierung an den regionalen Bedürfnissen und Herausforderungen der Region Osnabrück. Zudem wird geprüft, wie die Ergebnisse auf andere Branchen und Regionen übertragbar sind, um die Fachkräftesicherung im gesamten Klimawende-Handwerk nachhaltig zu stärken.

Berufsorientierung, praxisnahe Qualifizierung und nachhaltige Weiterbildung: „HeldinEn“ bietet den Teilnehmer:innen der Berufsorientierungsangebote Einblicke in die Welt des Handwerks durch Praxisworkshops in den Bereichen Bau, Ausbau und Versorgungstechnik. Ziel ist es, das Interesse für eine Karriere im Handwerk zu wecken und den Teilnehmer:innen individuelle Perspektiven aufzuzeigen.



 Regionale Kooperationen als Erfolgsfaktor

Ein zentraler und entscheidender Faktor von HeldinEn ist der regional integrierte Strukturansatz: Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Schulen, Unternehmen, Behörden und Verbänden werden regionale Bildungs‑ und Unterstützungsstrukturen langfristig verknüpft und gestärkt. So entstehen Qualifizierungsangebote und Konzepte, die passgenau auf regionale Anforderungen abgestimmt sind und zugleich Erkenntnisse liefern, die auf andere Branchen und Regionen übertragbar sind. Dadurch trägt HeldinEn nachhaltig zur Fachkräftesicherung in klimarelevanten Handwerksberufen bei.



Für mehr Informationen:

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Mehr Informationen erhalten Sie auf der Projektseite: www.heldinen.de





 Innovative Berufsorientierung: Mobile Werkstätten

Der vielleicht auffälligste Bestandteil des Projekts sind die zwei großen Fahrzeuge, die als mobile Werkstätten fungieren. Mit den bunt bedruckten Transportern fahren die Handwerksmeister des Projekts, z.B. in regionale Schulen, wo Schülerinnen und Schüler praktische Angebote zur Berufsorientierung erleben. Das ermöglicht praxisnahe Berufsorientierung direkt an den Schulen. Durch die Ausstattung mit Werkzeugen, Materialien und mobilen Werkbänken kann sowohl in vorhandenen Werkräumen als auch flexibel auf dem Schulhof gearbeitet werden.

Das Angebot vermittelt jungen Menschen in der Region Osnabrück unmittelbare Erfahrungen im praktischen Arbeiten mit Händen und Maschinen. Handwerkliche Fähigkeiten werden so als besondere Stärke sichtbar gemacht – als „Superkraft“, die für eine nachhaltige Zukunft eingesetzt werden kann. Schülerinnen und Schüler erhalten durch die Teilnahme eine konkrete Vorstellung von handwerklicher Tätigkeit, gewinnen Orientierung, entfalten ihre Potenziale und stärken sowohl Selbstvertrauen als auch Entscheidungskompetenz.

Um diese Angebote zu verstetigen, schließt das Projekt Kooperationsverträge mit Bildungseinrichtungen in Stadt- und Landkreis Osnabrück. Von der Grundschule bis zum Gymnasium hat das Team mittlerweile jede Schulform in der Region besucht. Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit der evangelischen Familienbildungsstätte und der Agentur für Arbeit fest beschlossen.

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Mobile Werkstätten bringen Handwerk direkt an Schulen

Berufsorientierung im Handwerk braucht Praxis – doch viele Schulen verfügen weder über Werkräume noch über die passende Ausstattung. Das InnoVET PLUS-Projekt HeldinEn bringt deshalb mobile Werkstätten direkt an die Schulen. …

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Kammer kooperiert mit Möser-Realschule

Die Handwerkskammer und die Möser-Realschule unterzeichnen Kooperationsvertrag: Erfahrene Handwerksmeister vermitteln handwerkliche Kompetenzen.

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Auftaktveranstaltung läutet Start des Projekts „HeldInEn“ ein

Projektpartner, Organisationsteam und beteiligte Vertreter von kommunalen Einrichtungen wie auch Akteure auf dem Arbeitsmarkt starten in der „Deutschen Stiftung Umwelt“ (DBU) das Projekt „HeldInEn“.

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Maßnahmen zur Sicherstellung der Fachkräftebasis: Der BerufePass

Einen weiteren Baustein im Projekt soll der BerufePass übernehmen, eine gewerkeübergreifende Grundqualifikation für Handwerksberufe. Die Maßnahme richtet sich gezielt an Menschen mit Bildungs- und Sprachdefiziten oder besonderem Förderbedarf und erleichtert ihnen so den Einstieg in die Berufswelt.

Das Besondere: Der Fokus liegt auf handwerklichen Berufen, insbesondere in Bereichen, die für die Energiewende und den Klimaschutz entscheidend sind. Diese Grundqualifikation schafft somit individuelle Perspektiven und trägt zur Fachkräftesicherung in der Region bei.

Die Qualifizierung soll:

  • Handlungsfähigkeit fördern durch den Erwerb grundlegender praktischer Fertigkeiten für einfache Tätigkeiten im Betrieb.
  • Selbstvertrauen stärken durch eine realitätsnahe Vorbereitung auf typische Arbeitssituationen.
  • Integration erleichtern, indem Teilnehmer:innen darauf vorbereitet werden, sich schneller in Abläufe einzufügen, wodurch die Betriebe profitieren.
  • Unfallrisiken minimieren, indem erste Erfahrungen in Arbeitssicherheit gemacht werden, die dazu führen, dass Fehlverhalten und damit Arbeitsunfälle reduziert werden.
  • Betriebe entlasten, indem bereits notwendige Grundlagen vermittelt wurden.
  • Berufliche Orientierung unterstützen, da die gemachten Praxiserfahrungen helfen, eigene Stärken zu erkennen.

Langfristig sollen junge Menschen besser beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt werden. Ziel ist es, Praktikumsabbrüche zu verringern und die Teilnehmenden für regionale Betriebe attraktiver zu machen. Ein fester Kooperationspartner ist das Berufsschulzentrum am Westerberg in Osnabrück, einem wichtigen beruflichen Kompetenzzentrum für Handwerks-, Gestaltungs- und Dienstleistungsberufe in der Region.

Integration innovativer Technologien

Im Rahmen des Projektes wird ein umfassendes Technologiescreening zu klimarelevanten Technologien im Handwerk durchgeführt, welches federführend vom Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik (HPI) aus Hannover durchgeführt wird. Das strukturiertes Technologiescreening führt Entwicklungen aus Fachliteratur, Studien und Praxisprojekten zusammen und analysiert hinsichtlich ihrer Relevanz sowie Umsetzbarkeit für ausgewählte Gewerke.

Ziel ist es, Innovationspotenziale sichtbar zu machen, Entwicklungen einzuordnen und ihre Relevanz für ausgewählte Gewerke realistisch zu bewerten.

Auf dieser Grundlage wurden Expert:innen aus Praxis, Transfer und angewandter Forschung in moderierten Workshops eingebunden. Ziel war es, die recherchierten Technologien fachlich zu spiegeln und praxisnah einzuordnen.



Etablierung eines Fortbildungsangebots

Neben der Berufsorientierung wird ein neues Weiterbildungsangebot entwickelt, das speziell die Qualifikation von Fachkräften in der Region Osnabrück fördert. Dabei werden neue Technologien integriert, die den Anforderungen der Energiewende gerecht werden und den Fachkräften ein zukunftssicheres Know-how vermitteln.



Entwicklung von Beratungsstrukturen zur Fachkräftesicherung für Betriebe

Das Projekt umfasst auch Beratungsangebote für Unternehmen, um diese bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen. Durch gezielte Qualifizierungsmöglichkeiten wird die Grundlage für eine langfristige Sicherstellung des Fachkräftebedarfs im Handwerk geschaffen.



Berufsbildungsmonitoring

Im Projekt Held:innen der Energiewende soll ein Konzept für die kontinuierliche Erfassung und Überwachung der Berufsbildung in der Region Osnabrück entwickelt werden, welches auch nach dem Projektlaufzeit sicherstellt, dass das Berufsbildungsmonitoring langfristig durchgeführt werden kann.



Verbundpartner

Ansprechpartnerin


Projektleitung
Projekt Held*innen der Energiewende (HeldinEn)

Schinkelstr. 37
49074 Osnabrück

Telefon 0541 6929-881
h.fischer@hwk-osnabrueck.de

Fördermittelgeber

Mit dem Programm InnoVET fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).