
Auf großes Interesse stieß die Exkursion zum Eisspeicher im Neubauquartier „Grüner Garten“ in Osnabrück-Voxtrup. Im Rahmen des Projekts Energie Booster hatte das Berufsbildungs- und TechnologieZentrum (BTZ) Osnabrück der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim zu einer Besichtigung der innovativen Energieanlage eingeladen.
Das Wohnquartier „Grüner Garten“ entsteht auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei und vereint Mehrfamilienhäuser, Einfamilien- und Reihenhäuser und ein Seniorenheim. Die Veranstaltung übertraf mit ihrer Teilnehmerzahl die Erwartungen der Organisatoren, größer als erwartet zeigte sich das Interesse an zukunftsweisenden Energielösungen für eine nachhaltige Wärme- und Kälteversorgung.
Im Mittelpunkt der Exkursion stand die Vorstellung des Energiekonzepts durch die enercity Contracting GmbH am Referenzstandort. Das System kombiniert einen Eisspeicher mit einem Volumen von 260,7 m³, leistungsstarke Wärmepumpen sowie Solarluftkollektoren. Durch das Zusammenspiel dieser Komponenten kann das Nahwärmenetz die Gebäude im Winter mit Wärme und im Sommer mit Kühlenergie versorgen. Darüber hinaus wurden verschiedene Betriebsweisen wie Direkt-, Misch- und Natural Cooling erläutert, die eine besonders effiziente Nutzung der vorhandenen Energiequellen ermöglichen.
Ergänzt wurde die Veranstaltung durch die Firma be-cologne, die als ausführendes Unternehmen maßgeblich an der Installation des Eisspeichers und der Solarluft-Absorber beteiligt war. Die Referenten gewährten praxisnahe Einblicke in die Umsetzung des Projekts und erläuterten die technischen Herausforderungen bei Planung und Einbau der innovativen Anlagentechnik.
Die Veranstalter zogen ein durchweg positives Fazit. Die hohe Beteiligung zeigte eindrucksvoll, dass innovative Energiekonzepte und nachhaltige Wärmeversorgung sowohl im Handwerk als auch bei Planenden und weiteren Fachkreisen auf großes Interesse stoßen. Die Exkursion bot wertvolle Einblicke in die praktische Umsetzung der Energiewende und verdeutlichte, wie integrierte Wärme- und Kälteversorgungssysteme künftig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.





Fördermittelgeber
Das Projekt wird über drei Jahre im Rahmen des Interreg VI-Programms Deutschland-Nederland mit 1,5 Millionen € gefördert.

Die Entwicklung der Angebote in diesem Projekt wird durch die Förderung durch das Interreg Via-Programm Deutschland Nederland möglich gemacht. Für das Programm werden EU-Mittel ergänzt durch regionale Mittel eingesetzt – in unserem Fall aus NRW, Niedersachsen und der Provinz Overijssel.