Online-Angebot Energieeffizient sanieren: Wohnraumlüftung und Flächenheizung im Praxischeck

Wie lassen sich gutes Raumklima, hoher Wohnkomfort und Energieeffizienz sinnvoll miteinander verbinden – gerade im Bestand? Dieser Frage ging das Beratungsseminar aus dem Projekt Energie Booster nach.

Am 6. Januar 2026 fand ein weiteres Beratungsseminar im Rahmen des Projekts Energie Booster statt. Nach einer kurzen Begrüßung und einem technischen Einstieg startete die aufgezeichnete Online-Session.

Den fachlichen Input übernahm Tobias Langer von mfh systems, der im Unternehmen sowohl im Vertrieb als auch in der Entwicklung tätig ist. In seinem Vortrag zeigte er auf, warum die Kombination aus dezentraler Wohnraumlüftung und hydraulischen Flächenheizungssystemen im Trockenbau insbesondere für Sanierungs- und Renovierungsvorhaben eine zukunftsfähige Lösung darstellt. Gerade vor dem Hintergrund eines schwachen Neubau-Marktes, steigender Energiepreise und wachsender gesetzlicher Anforderungen gewinnen solche Konzepte zunehmend an Bedeutung.

Kontrollierte Wohnraumlüftung

Zu Beginn stellte Langer mfh systems als OEM- und Private-Label-Hersteller vor, der Lösungen für Wohnraumlüftung sowie elektrische und hydraulische Flächenheizungssysteme entwickelt und produziert. Anschließend ging er auf die aktuellen Herausforderungen ein: Moderne Gebäude sind deutlich dichter als früher, wodurch sich Feuchteprobleme und ein schlechteres Innenraumklima ergeben können. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung schafft hier Abhilfe, sorgt für konstant gute Luftqualität und reduziert gleichzeitig Energieverluste gegenüber klassischer Fensterlüftung.

Im Fokus des technischen Teils standen dezentrale Lüftungsgeräte, die nach dem Push-Pull-Prinzip arbeiten. Durch Wärmerückgewinnung, Filtertechnik und integrierte Sensoren passen sich die Geräte automatisch dem tatsächlichen Bedarf an. Besonders die Air Unit Gemini wurde als planungsfreundliche Lösung hervorgehoben, da Zu- und Abluft in einem Gehäuse mechanisch getrennt sind und sich das System normativ einfach auslegen lässt. Praxisbeispiele aus Tiny Houses und Mehrfamilienhäusern verdeutlichten die gute Nachrüstbarkeit und die unauffällige Integration in bestehende Gebäude.

Flächenheizungen in Kombination

Im zweiten Teil des Vortrags ging es um Flächenheizungssysteme im Trockenbau, die an Boden, Wand oder Decke eingesetzt werden können. Vorteile wie geringe Aufbauhöhen, schnelle Reaktionszeiten und eine hohe Effizienz im Zusammenspiel mit Wärmepumpen wurden anschaulich erläutert. In der anschließenden Fragerunde wurden praxisnahe Themen diskutiert – unter anderem zur Deckenheizung und Taupunktbetrachtung, zur Leitungsführung bei Fußbodenheizungen, zur Trennung von Luftströmen bei Lüftungsgeräten sowie zum Einsatz recycelter PET-Dämmstoffe und den Grenzen bei Altbauten mit Einblasdämmung.

Zum Abschluss bedankten sich die Teilnehmenden für den fundierten und praxisnahen Austausch. Das nächste Beratungsseminar aus dem Projekt Energie Booster findet am 3. Februar zum Thema „Gebäude-Dämmung & Energiefassade“ statt.

Die Beratungsseminare zu Themen der Energiewende werden organisiert vom Projekt Energie Booster, das Betriebe auf die Nutzung neuer, klimaneutraler Technologien vorbereiten möchte.

Weitere Infos und Anmeldungslink zu folgenden Veranstaltungen: Online-Beratungsseminare aus dem Projekt Energie Booster

Förderhinweis/Fördermittelgeber:

Das Projekt Energie Booster wird im Rahmen des Interreg-Programms Deutschland-Nederland von der Europäischen Union und den Interreg-Partnern finanziell unterstützt.