
Projektmitarbeiterin Lena Kempf und Projektingenieur Heiner Herbring in der Werkstatt für Land- und Baumaschinen.
Das Berufsbildungs- und TechnologieZentrum (BTZ) Osnabrück setzt sich für den fachlichen Austausch zur Digitalisierung der beruflichen Bildung ein. Im Januar war nun Lena Kempf zu Gast, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Bauinformatik der Hochschule München. Ziel des Treffens war es, Einblicke in die Arbeit des BTZ als Kompetenzzentrum zu gewinnen und Erfahrungen aus der Praxis in wissenschaftliche Analyse- und Entwicklungsprozesse einfließen zu lassen.
Der Austausch fand in der Werkstatt für Land- und Baumaschinentechnik statt und ermöglichte eine unmittelbare Verbindung zwischen fachlichem Dialog und realen Ausbildungsbedingungen. In der inhaltlichen Präsentation lag der Schwerpunkt auf dem Kompetenzbereich Land- und Baumaschinentechnik sowie auf den Ergebnissen des Entwicklungsprojekts „Kompetenzzentrum für Steuerungs-, Regelungs- und Messtechnik in Land- und Baumaschinen“.
Im Rahmen dieses Projekts wurden in den vergangenen Jahren neue Lehr-Lernarrangements, digitale Lern- und Begleitmaterialien sowie technische Anwendungen für die überbetriebliche Ausbildung entwickelt und erprobt. Das BTZ übernimmt dabei die Rolle eines regionalen und überregionalen Impulsgebers für die Weiterentwicklung der beruflichen Bildung, insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung komplexer Maschinen- und Steuerungssysteme.
„Für unser Forschungsvorhaben ist es sehr hilfreich, konkrete Umsetzungsbeispiele aus der überbetrieblichen Ausbildung kennenzulernen und diese systematisch auszuwerten“, erläuterte Lena Kempf. Ihr Projekt untersucht, wie digitale Inhalte, Methoden und Organisationsformen entlang aller Lernorte der handwerklichen Bauausbildung sinnvoll eingesetzt werden können. Vor dem Hintergrund der Neuordnung der Bauberufe ab August 2026 sollen daraus praxisnahe Handlungsempfehlungen für Ausbildungsstätten, Betriebe und Berufsschulen abgeleitet werden.
Seitens des BTZ wurde der fachliche Austausch von Heiner Herbring und Markus Kybart begleitet. Beide waren im Rahmen des Entwicklungsprojekts „Kompetenzzentrum für Steuerungs-, Regelungs- und Messtechnik in Land- und Baumaschinen“ maßgeblich an der fachlichen Konzeption und Umsetzung beteiligt. „Als Kompetenzzentrum verstehen wir uns als Schnittstelle zwischen Praxis, Technikentwicklung und Wissenstransfer. Der Austausch mit wissenschaftlichen Projekten ist dabei ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit“, so Markus Kybart, Fachbereichsleiter Projekte und Kompetenzzentren.
Das Treffen verdeutlichte die Bedeutung des Dialogs zwischen Forschung und beruflicher Bildung für die nachhaltige Weiterentwicklung von Ausbildungsstrukturen und -inhalten.
Weitere Infos: Fakultät für Bauingenieurwesen – Hochschule München