
Die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim hat im vergangenen Jahr umfassend in die Überbetriebliche Ausbildung (ÜBA) der Augenoptiker investiert. Bei einem Tag der offenen Tür gab das Team der Dozentinnen nun einen Einblick in den neu gestalteten Schulungsraum, der an ein modernes Optikergeschäft erinnert. Des Weiteren konnten sich Vertreter von Betrieben, Innung und Berufsschulen über die modernisierte technische Ausstattung der bestehenden Werkstatt informieren. Im Berufsbildungs- und TechnologieZentrum (BTZ) der Kammer stehen damit nun zwei vollwertige Räume für die Ausbildung zur Verfügung,
Zur Begrüßung dankte Andreas Nünemann als Präsident der Handwerkskammer den Vertretern der Innung, Dozenten und Mitarbeitern, die viel Zeit und Arbeit in die Weiterentwicklung der Ausbildungsumgebung investiert haben. „Immer mehr Menschen in Deutschland sind auf Sehhilfen angewiesen. Das Augenoptiker-Handwerk leistet einen großen Beitrag zur Gesundheitsversorgung unserer Gesellschaft“, stellte Nünemann fest. Die Handwerkskammer lege daher großen Wert darauf, die Qualität der Ausbildung zu dauerhaft zu sichern.
Damit die handwerklichen Fähigkeiten des Gewerks weiterhin auf hohem Niveau unterrichtet werden können, nutzt das BTZ die bisherige Werkstatt für Arbeiten wie das Schleifen und Bearbeiten von Gläsern, Reparaturen von Brillenfassungen, Lötübungen und Anpassungen von Brillen für Kundinnen und Kunden. „Das ist der Grundstein für die fundierte Ausbildung in der Augenoptik. Umso wichtiger ist eine zeitgemäße Ausstattung der Werkstatt“, erklärt BTZ-Geschäftsführer Claus-Dominik Wedeking. Aus diesem Grund hat das Bildungszentrum viele Werkzeuge neu beschafft und Lötgeräte, Scheitelbrechwertmesser, Kleinwerkzeuge sowie ein neues Videozentriergerät zur Verfügung gestellt.
Vollkommen neu gestaltet wurde dagegen ein zweiter Schulungsraum, der sich an einem Optikergeschäft orientiert. Dieser ist mit einer Brillenwand, Beratungsplätzen, Scheitelbrechwertmesser, Videozentriergerät und Zubehör für vergrößernde Sehhilfen, Kontaktlinsen etc. ausgestattet. Zusätzlich wurde ein interaktiver Touchscreen angeschafft, welcher eine moderne Unterrichtsweise für den Theorieanteil in den Lehrgängen ermöglicht. „Hier bilden wir den zweiten Teil des Optiker-Alltags ab: Kunden beraten, Sehhilfen anpassen, Verkaufsgespräche führen. Es freut uns, dass wir mit den zwei Schulungsräumen nun beide Seiten des Berufsbilds dediziert schulen können“, so Wedeking abschließend.